Working Papers 1. Förderphase
Übersicht
1/2019: Der Münchner Marstall als „Schnittstelle“ der Künste und der lokalen Kulturpolitik
Dr. Sebastian Stauss, Ludwig-Maximilians-Universität München
Autor
Dr. Sebastian Stauss, Ludwig-Maximilians-Universität München
Abstract
Der Marstall, seit Münchens Olympiajahr 1972 Experimentierbühne von Bayerischer Staatsoper und Staatsschauspiel, dient als Fallbeispiel für lokale Kulturpolitik, sowohl auf der Landes- als auch (zeitweise kooperierend und mit einer jähen Zäsur) auf kommunaler Ebene. Gestützt auf Zeitungsberichte und Interviewmaterial lassen sich wechselnde Interessen und künstlerische Transformationen nachvollziehen: vom Selbstbestimmungsdiskurs innerhalb der Theater-Institutionen um 1968, in deren Folge sich die Staatsopern-Experimentierbühne unter Walter Haupt formierte, bis zur von außen herbeigeführten Veränderung mit change agency-Zügen in den 1990ern, dem von Elisabeth Schweeger als Marstallleiterin kuratierten Zusammenspiel des Staatsschauspiels, u.a. mit dem städtischen Kulturreferat, ästhetisch erweitert um die Freie (Tanz-)Szene und die damals neue Medienkunst. Ende der 1990er Jahre fand diese Entwicklung im Zuge eines Kurswechsels der bayerischen Kultur- und (später übergreifend) Landespolitik ein abruptes Ende. Die seither zwi-schen zeitgenössischem Schauspiel und Performances wechselnde Bespielung fällt in eine Phase politischer Unentschlossenheit in Bezug auf Erneuerung (auch die Mitzugehörigkeit zur Oper betreffend) und Erweiterung des Marstall-Areals.
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2/2019: Nachwuchskünstler*innen als Innovationshoffnung, Biografische Krise, ästhetisches Risiko?
Benjamin Hoesch, M.A., Justus-Liebig-Universität Gießen
Autor
Benjamin Hoesch, M.A., Justus-Liebig-Universität
Abstract
Das vom Teilprojekt 6: Nachwuchsfestivals verantwortete Panel auf der Jahrestagung „Krise als Motor?“ zeigte in einem Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion den historischen Zusammenhang von Krisendiskursen des Theaters und den seit der Jahrtausendwende zunehmenden Zukunftsversprechen in Formaten wie Nachwuchsfestivals auf. Diese machen die biografische Situation von Künstler*innen zwischen Ausbildung und Berufseintritt als Krise produktiv, in der eine besondere Dringlichkeit des Kunstschaffens verortet und diskursiv beschworen wird. Wenn aber ihr ästhetisches Risiko institutionelle Krisenmomente nicht einfach kaschieren soll, muss sich die Festivalkuration bewusst in ein Reibungsverhältnis zu den Institutionen setzen, denen sie zuarbeitet, wie am Beispiel zweier international ausgerichteter Festivals in der langjährigen Verantwortung des Podiumsgasts Barbara Engelhardt klar wird.
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3/2019: Kultur als Politik
Prof. Dr. Annette Zimmer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Kultur als Politik
Working Paper Nr. 3/2019
Autor
Prof. Dr. Annette Zimmer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Abstract
Kultur ist das Problem. So lässt sich die Schwierigkeit zusammenfassen, kulturpolitische Maßnahmen zu konzipieren, zu legitimieren und zu fokussieren. Während die Bestimmung von Politik eindeutig ist und sich auf Entscheidungsfindung bezieht, die – territorial begrenzt – alle Bürger*innen betreffen, ergibt sich infolge der Mehrdimensionalität von Kultur als Lebensform (Zivilisation) wie auch als Herstellung und Konsumption von ästhetischen Produkten (Kunst) die Notwendigkeit zur näheren Eingrenzung sowie zur Legitimation dessen, was und warum politisch unterstützt bzw. nicht gefördert wird. Der Beitrag bietet einen Überblick über unterschiedliche Legitimationsmuster der öffentlichen Förderung von Kulturproduktion, wobei zwischen einem ökonomischen, sozialdemokratisch-partizipativen und ideell-normativen Legitimations-diskurs unterschieden wird. Daran anschließend wird unter besonderer Berücksichtigung der methodischen Zugänge des Vergleichs und der Politikfeld-Analyse Kultur als Thema der Politikwissenschaft behandelt und hierbei u.a. auch der geringe Stellenwert der Kulturpolitik als Thema und Untersuchungsgegenstand politikwissenschaftlicher Untersuchungen herausgestellt.
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4/2019: Change Agents wider die Krise? Staatlich geförderte „interkulturelle Öffnung“ an der Oper Dortmund.
Dr. Ulrike Hartung, Universität Bayreuth
Change Agents wider die Krise? Staatlich geförderte „interkulturelle Öffnung“ an der Oper Dortmund
Working Paper Nr. 4/2019
Autor
Dr. Ulrike Hartung, Universität Bayreuth (fimt)
Abstract
Kulturpolitische Förderprogramme wie „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ wollen durch gezielten Einsatz von Agenten, u.a. an Theatern, Veränderungsprozesse anstoßen. Wie kann ein Veränderungsprozess zu einer solchen neuen Stadtgesellschaft – der durch eine Stätte ästhetischer Produktion verläuft – aussehen? Welche Rolle spielen dabei Change Agents als Vermittler und Impulsgeber an den entscheidenden Schnittstellen?
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5/2019: Von der Schaubühne als moralische Anstalt zum Community Builder? Veränderte Ansprüche an die Stadt- und Staatstheater durch den Strukturwandel der Kulturnachfrage und erste Beobachtungen zu Reaktions- und Innovationsstrategien der Theater.
Prof. Dr. Birgit Mandel, Universität Hildesheim
Von der Schaubühne als moralische Anstalt zum Community Builder?
Veränderte Ansprüche an die Stadt- und Staatstheater durch den Strukturwandel der Kulturnachfrage und erste Beobachtungen zu Reaktions- und Innovationsstrategien der Theater
Working Paper Nr. 5/2019
Autor
Prof. Dr. Birgit Mandel, Universität Hildesheim
Abstract
Der Artikel beschreibt die Legitimationsprobleme der Stadt- und Staats-theater in Deutschland, ausgelöst durch den demografischen Wandel mit Veränderungen kultureller Interessen in der Bevölkerung und dadurch veränderten Diskursen in der Fachöffentlichkeit zur gesellschaftlichen Rolle der Theater. Er zeigt den Konflikt der Theater, unterschiedlichen Erwartungen verschiedener Anspruchsgruppen gerecht zu werden und identifiziert Strategien der Theater, Relevanz in einer diversen Bevöl-kerung und Legitimität bei verschiedenen Teil-Öffentlichkeiten zu sichern.
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6/2019: Erkenntnisse aus der empirischen Forschung zum Strukturwandel der Kulturnachfrage
Moritz Steinhauer, M.A., Universität Hildesheim
Erkenntnisse aus der empirischen Forschung zum Strukturwandel der Kulturnachfrage
Working Paper Nr. 6/2019
Autor
Moritz Steinhauer, M.A., Universität Hildesheim
Abstract
Für die Legitimation von Theatern besitzt das Publikum eine zentrale Bedeutung. Das Working Paper zeigt anhand exemplarischer Studien auf, welche Indikatoren aus Perspektive der empirischen Forschung auf einen Strukturwandel der Kulturnachfrage hindeuten und themati-siert, welche Informationen empirische Forschung zu Publika und Nicht-Besuchern von Stadt- und Staatstheatern bereitstellen kann. So deuten unterschiedliche Erhebungen darauf hin, dass das Interesse und die Besuchshäufigkeit von ‚Hochkultur‘-Veranstaltungen, insbe-sondere der Theatersparten abhängig von demografischen und sozialen Faktoren wie Milieu und finanzieller Situation sind.
Dieser Text ist eine verschriftlichte Form eines Vortrags im Panel 3 „Diener vieler Herren? Strukturwandel der Kulturnachfrage als Auslö-ser von Anpassungs- und Innovationsprozessen in deutschen Stadt- und Staatstheatern“ im Rahmen der ersten Jahrestagung des DFG-geförderten Projektes „Krisengefüge der Künste – Institutionelle Transformationsdynamiken in den darstellenden Künsten der Gegen-wart“.
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7/2019: Ästhetik, Institution, Innovation.
Prof. Dr. Gerald Siegmund, Justus-Liebig-Universität Gießen
Ästhetik, Institution, Innovation.
Working Paper Nr. 7/2019
Autor
Prof. Dr. Gerald Siegmund, Justus-Liebig-Universität, Gießen
Abstract
Der folgende Text unternimmt den Versuch, über Institutionen aus dem Feld der Ästhetik heraus nachzudenken. Welche Konsequenzen hat das Nachdenken über Ästhetik und Kunst für die Frage der Institution? Damit wird die Fragestellung, die sich im Spannungsverhältnis von Ästhetik und Institution artikuliert, in diesem Vortrag probeweise umgedreht. Aus der Logik des ästhetischen Denkens und Handelns heraus entstehen bestimmte Institutionen. Zu diesem Zweck stelle ich zunächst zwei unterschiedliche Traditionslinien philosophischer Ästhetik vor, jene der Autonomieästhetik und jene der Zweckmäßigkeit von Kunst. Danach stelle ich mit Michel Foucaults Begriff des Dispositivs eine Fragerichtung vor, die es methodisch auf eine andere Weise erlaubt, ästhetische Belange mit Fragen nach der Institution zu verbinden.
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8/2019: Krise: Diskurs und Kritik. Vom Versuch, sich einem wenig operationalisierten Schlüsselbegriff der Post-/Moderne aus Sicht des Theaters anzunähern
Anja Quickert, M.A., Universität Trier
Krise: Diskurs und Kritik. Vom Versuch, sich einem wenig operationalisierten Schlüsselbegriff der Post-/Moderne aus Sicht des Theaters anzunähern
Working Paper Nr. 8/2019
Autorin
Anja Quickert, M.A., Universität Trier
Abstract
Das Working Paper stellt einen ersten Versuch dar, sich dem zwar inflationär verwendeten, aber kaum definierten oder operationalisierten Begriff ‚Krise‘ aus Perspektive des Theaters anzunähern. Im historischen Rückblick auf die Krisendiskurse der Weimarer Republik, stellt sich die ‚Krise‘ weniger als empirisch belegte Tatsache dar, denn als diskursives Phänomen und psychologisch wirksames Narrativ, das komplexen Zusammenhängen eine dramatische – um nicht zu sagen dramaturgische – Struktur verleiht. Dabei lässt sich beobachten, dass die historischen wie zeitgenössischen ‚Krisen‘ des Theaters in engem Zusammenhang mit seiner anti-/ideologischen Institutionskritik ste-hen, die auf den immanenten Zusammenhang zwischen Arbeitsstrukturen und Ästhetiken abzielen. Um zeitgenössische Krisendiskurse zu analysieren und das Selbstverständnis einzelner Akteure und Bewegungen im Theater-Diskurs zu beleuchten, erscheint es hilfreich, das Begriffspaar ‚Krise und Kritik‘ als historische Konstruktion zu betrachten.
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9/2020: „Kaltstart: Kulturpolitik und Theater in Ostdeutschland- gestern und heute“
Lara Althoff, M.A./Jonas Marggraf, M.A./Prof. Dr. Annette Zimmer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
„Kaltstart: Kulturpolitik und Theater in Ostdeutschland- gestern und heute“
Working Paper Nr. 9/2020
Autoren
Lara Althoff, M.A./Jonas Marggraf, M.A./Prof. Dr. Annette Zimmer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Abstract
Das vorliegende Paper zeigt im Rahmen einer Mehrebenenanalyse die mit der Wiedervereinigung begonnene Transformation der DDR-Theaterlandschaft. Dabei werden zunächst insbesondere die Charakteristiken der ehemaligen DDR-Kulturpolitik sowie des DDR-Theatersystems vorgestellt. Hierauf folgt eine Darstellung der Veränderungen in der kulturpolitischen Steuerung der öffentlichen Theater in den neuen Bundesländern nach dem Ende der DDR. Die empirische Grundlage dafür bietet eine im Rahmen des Forschungsprojektes „Passion als Beruf“ durchgeführte Multiple-Case-Study an sechs Stadttheatern, die jeweils zur Hälfte in den östlichen Bundesländern und Nordrhein-Westfalen liegen. Der Analysefokus liegt dabei nicht allein auf der Veränderung der Theater-Governance, sondern betrachtet auch deren Auswirkung auf die Beschäftigungsbedingungen. Es wird herausgestellt, inwieweit finanzielle Einsparungen, bspw. durch Theaterfusionen und Umwandlungen der Organisationsformen, die Theaterlandschaft Deutschlands bestimmen. Hier gewonnene Erkenntnisse zeigen einen in Ostdeutschland teilweise deutlich stärkeren Finanzierungswillen der Politik Kulturbereich. Um die Auswirkungen historischer und institutioneller Unterschiede in den verschiedenen Regionen deutlich zu machen, wird auf die Ergebnisse einer repräsentativen Mitarbeiter*innenbefragung an den sechs ausgewählten Stadttheatern rekurriert. Hierbei zeigt sich, dass die untersuchten Theater und die Einschätzungen ihrer Beschäftigten heute weniger Ost-West Unterschiede aufweisen, sondern viel mehr von Standortspezifika geprägt sind, sei es finanzielle Unterstützung seitens der Kommune oder aber bauliche Voraussetzungen.
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10/2020: Who are we: bohemians or civil servants? Employment conditions, job satisfaction, and cultural aspiration of the workforce of German city theaters – Results of an empirical survey
Who are we: bohemians or civil servants? Employment conditions, job satisfaction, and cultural aspiration of the workforce of German city theaters – Results of an empirical survey
Working Paper Nr. 10/2020
Autoren
Lara Althoff, M.A./Prof. Dr. Annette Zimmer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Abstract
The majority of theaters in Germany is thoroughly integrated into local government and administration. Do the institutional embeddedness and financial dependency impact on the self-perception and professionalism of the theater´s personnel? The paper addresses this question by examining employment and working conditions of the staff, active in the artistic and non-artistic field at six city theaters, three in East-Germany and three in a western region of the country. The results of the survey highlight that working at the theater is something special and primarily determined by the passion for artistic productions. However, the theater as a workplace definitely constitutes a facet of the creative industry in such a way that employment conditions are precarious and future career prospects limited. Also, performing artists are not a homogeneous group; significant differences were detected between actors, dancers and members of the orchestra. The members of these artistic divisions are very distinct with respect to hard facts such as income and working hours as well as intrinsic motivations and their appreciation of the theater as a liberal and international workplace. While dancers come close to what might be described as a precarious bohemians, actors might be characterized as long-hour creative workers, and members of the orchestra might to some extent be classified as fairly unionized civil servants.
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workingpaper_102020 (851 KByte)
11/2020: Krise als Lähmung. Das Volkstheater Rostock
Hilko Eilts, M.A., Freie Universität Berlin/Hochschule Hannover
Krise als Lähmung. Das Volkstheater Rostock
Working Paper Nr. 11/2020
Autor
Hilko Eilts M.A., Freie Universität Berlin/Hochschule Hannover
Abstract
Das Volkstheater Rostock war unter der mehr als drei Jahrzehnte währenden Intendanz von Hanns Anselm Perten eines der Vorzeigetheater der DDR. Es gastierte in den Staaten des Ostblocks genauso wie auf den Theaterfestivals des Westens und erregte insbesondere durch seine Schauspiel-Uraufführungen sowie die intensive Zusammenarbeit mit dem Autor Peter Weiss großes Aufsehen.
Umso tiefgreifender war der Einschnitt, den die Wende für das Volkstheater Rostock bedeutete. Mit Beginn der 90er Jahre stürzte es in eine tiefe Krise, die bis heute anhält und deren Ende kaum absehbar scheint.
Der Aufsatz beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Rostocker Theaterkrise und fragt nach den kulturpolitischen Strategien, die das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Stadt Rostock im Laufe der zurückliegenden fast drei Jahrzehnte zur Lösung dieser Krise entworfen haben.
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workingpaper_112020 (829 KByte)
Herausgeber
- Prof. Dr. Christopher Balme, Ludwig-Maximilians-Universität München
- Prof. Dr. Axel Haunschild, Leibniz Universität Hannover
- Prof. Dr. Birgit Mandel, Universität Hildesheim
- Dr. Bianca Michaels, Ludwig-Maximilians-Universität München
- Prof. Dr. Anno Mungen, Universität Bayreuth
- Dr. Eckhard Priller, Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft Berlin
- Prof. Dr. Franziska Schößler, Universität Trier
- Prof. Dr. Gerald Siegmund, Justus-Liebig-Universität Gießen
- Prof. Dr. Annette Zimmer, Westfälische Willhelms-Universität Münster
Urheberrecht und Inhalt
Alle Rechte bleiben den Autoren der jeweiligen Working Papers vorbehalten. Die Autoren sind für den veröffentlichten Inhalt verantwortlich. Die Working Papers bilden lediglich die Ansichten der jeweiligen Autoren und nicht die der Herausgeber ab. Eine Weiterentwicklung des Inhalts sowie dessen finale Publikation sind ausdrücklich möglich.
Erscheinungsort: Ludwig-Maximilians-Universität München, München, 2022.
Working Papers 2. Förderphase
Übersicht
12/2022: Independent Performing Arts in Europe. Between Institutional Consolidation and Precarity, Thomas Fabian Eder, M.A., Ludwig-Maximilians-Universität München
Independent Performing Arts in Europe. Between Institutional Consolidation and Precarity
Working Paper Nr. 12/2022
Autor
Thomas Fabian Eder, M.A., Ludwig-Maximilians-Universität München
Abstract
The independent performing arts are becoming entrenched as an organizational field operating throughout the European continent. A Europe-wide comparative analysis focusing on structural characteristics that institutionally define the field has not yet been produced. This paper is intended to inspire the discussion. A prominent place in it is given to the field’s socio-economic conditions, especially given the new challenges posed by the coronavirus pandemic. Subsequently, the measures taken by performing arts advocacy associations to improve the precarious status of the artists will illustrate the development of mutual awareness, patterns of international coalition and isomorphic alignment in the structuring of the field beyond nation state boundaries. Finally, the achievements made in cultural governance, and thus the constructive interaction between the state and advocacy organizations in addressing the challenges posed, are presented. The research is based on 1,031 survey responses from cultural professionals as well as expert interviews with executives of independent performing arts advocacy organizations from twelve European countries.
Am 25.03.2022 findet ein Vortrag zu diesem Working Paper statt.
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workingpaper_122022 (598 KByte)
13/2022: Renaissance der kommunalen Kulturpolitik im Neo-Konservatismus?
Prof. Dr. Annette Zimmer, Westfälische Willhelms-Universität Münster
Renaissance der kommunalen Kulturpolitik im Neo-Konservatismus?
Working Paper Nr. 13/2022
Autorin
Prof. Dr. Annette Zimmer, Westfälische Willhelms-Universität Münster
Abstract
Im Gegensatz zu anderen Politikfeldern steht die Kulturpolitik in beson- derem Maße unter Legitimationsdruck, da die öffentliche Unterstützung der Produktion wie auch Konsumption von Kunst nicht zwingend erfor- derlich ist. Die Kulturförderung legitimierenden Narrative sind zum einen in hohem Maße kontingent und spiegeln den jeweiligen aktuellen Kon- text, zum anderen ist Kulturpolitik immer dann besonders interessant und strittig, wenn die Deutungshoheit eines hegemonialen Narratives nicht mehr allgemein anerkannt wird. Dies ist aktuell der Fall. Im An- schluss an die Darlegung der kulturpolitischen Legitimationsnarrative seit den 1950er Jahre fokussiert der Beitrag auf die neo-konservative Al- ternative zu dem bisher dominanten liberalen kulturpolitischen Narrativ.
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workingpaper_132022 (292 KByte)
14/2022: Auf die Politik kommt es an!
Prof. Dr. Annette Zimmer, Westfälische Willhelms-Universität Münster
Auf die Politik kommt es an!
Working Paper Nr. 14/2022
Autorin
Prof. Dr. Annette Zimmer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Abstract
Dortmund war und ist als Ruhrgebietsstadt in hohem Maße vom Struk- turwandel betroffen. Trotz widriger ökonomischer Kontextbedingungen hat das Theater seine Position als Fünfsparten-Haus behauptet und war sogar in der Lage, spartenspezifisch neue Akzente zu setzen. Möglich war dies zum einen dank einer aktiven Kulturpolitik, die unter Einbindung des Theaters den Kanon kultureller Einrichtungen vor Ort erweitert hat, und zum anderen dank einer theaterinternen Governance, die der künstleri- schen Leitung spartenspezifisch Gestaltungsspielraum einräumt und in- sofern für die jeweilige Intendanz Profilierungschancen eröffnet. Wenig thematisiert werden vor Ort bisher die aktuellen Probleme des Theaters, die zum einen in einem Mangel an Fachkräften im nicht-künstlerischen Bereich bestehen sowie zum anderen durch die bauliche Substanz und den hohen Renovierungsbedarf der Oper als Hauptgebäude des Theaters bedingt sind.
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workingpaper_142022 (638 KByte)
15/2022: Ein Theater im Dornröschenschlaf. Stadt- und Theaterprofil des Theater Münster
Rike-Kristin Baca Duque, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Ein Theater im Dornröschenschlaf. Stadt- und Theaterprofil des Theater Münster
Working Paper Nr. 15/2022
Autorin
Rike-Kristin Baca Duque, M.A., Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Abstract
Der Artikel geht dem Stellenwert des Theater Münster für die Stadtgesellschaft und seiner Kulturpolitik auf die Spur und zeichnet sowohl ein Stadt- als auch Theaterprofil. Er zeigt die Entwicklung des Theater Münster auf und verortet es auf Basis von sekundärstistischen Analysen sowie der Analyse von weiteren Primär- und Sekundärquellen im stadtgesell- schaftlichen sowie kulturpolitischen Kontext der Stadt. Des Weiteren wird auf die Corporate Governance des Hauses eingegangen und zentrale Wesenheiten der münsteraner Theater- organisation durch Expert:inneninterviews (n = 17) mit Presse, Politik und Theatermachen- den herausgearbeitet. Dieses Stadt- und Theaterprofil bildet den Stand des Theaters bis zur Spielzeit 2021/22 ab.
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16/2023: Theater – reformiert euch! Eine qualitative Inhaltsanalyse der Strukturdebatten der nachtkritik.de (2017- 2022)
Rike-Kristin Baca-Duque, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Theater – reformiert euch! Eine qualitative Inhaltsanalyse der Strukturdebatten der nachtkritik.de (2017- 2022)
Working Paper Nr. 16/2023
Autorin
Rike-Kristin Baca-Duque, M.A., Westfälische Willhelms-Universität Münster
Abstract
Der Artikel baut auf der Grundannahme der neo-institutionalistischen Organisationstheorie auf, dass Feuilletons wie Fachöffentlichkeit für die öffentlich getragenen Theater wirkmächtige, Handlungen evozierende Stakeholder sind, die in der Lage sind, starken Legitimierungsdruck auf die Theater auszuüben und diese zu einer Reaktion zu bringen. Es wird untersucht, welche organisationalen Facetten der öffentlich getragenen Theater von der Fachöffentlichkeit als problematisch debattiert werden und erste Rückschlüsse dahingehend gezogen, welche organisationalen Veränderungen dies auf Seiten der Theater evozieren könnte.
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17/2023: Cultural Governance? Kulturpolitik und öffentliche Theater in den deutschen Bundesländern im Vergleich
Dr. Katharina Obuch, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Cultural Governance? Kulturpolitik und öffentliche Theater in den deutschen Bundesländern im Vergleich
Working Paper Nr. 17/2023
Autorin
Dr. Katharina Obuch, Westfälische Willhelms-Universität Münster
Abstract
Der folgende Beitrag analysiert qualitativ-vergleichend die Kulturpolitiken der deutschen Bundesländer mit Blick auf ihre rechtlichen Rahmenbedingungen, Traditionen und historische Entwicklung sowie ihre öffentlichen Theaterlandschaften als Kern traditioneller Kulturpolitik. Mittels einer auf Primär- und Sekundärliteratur basierenden Analyse werden die Rolle der Länder im dreigliedrigen System öffentlicher Kulturpolitik mit speziellem Fokus auf die Steuerung und Förderung ihrer öffentlichen Theater kritisch untersucht und besonders die länderspezifischen Unterschiede herausgestellt. Dabei wird deutlich, inwiefern das Vorherrschen traditioneller kulturpolitischer Leitbilder die im Zuge der Diskussion um eine neue “Cultural Governance” geforderte Öffnung von Kulturpolitik für zivilgesellschaftliche und marktbasierte Akteur:innen Transparenz, Diversität und Teilhabe erschwert.
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workingpaper_172023 (518 KByte)
Herausgeber
- Prof. Dr. Christopher Balme, Ludwig-Maximilians-Universität München
- Prof. Dr. Axel Haunschild, Leibniz Universität Hannover
- Prof. Dr. Jens Roselt, Universität Hildesheim
- Prof. Dr. Birgit Mandel, Universität Hildesheim
- Dr. Bianca Michaels, Ludwig-Maximilians-Universität München
- Prof. Dr. Anno Mungen, Universität Bayreuth
- Prof. Dr. Gerald Siegmund, Justus-Liebig-Universität Gießen
- Prof. Dr. Annette Zimmer, Westfälische Willhelms-Universität Münster
Urheberrecht und Inhalt
Alle Rechte bleiben den Autoren der jeweiligen Working Papers vorbehalten. Die Autoren sind für den veröffentlichten Inhalt verantwortlich. Die Working Papers bilden lediglich die Ansichten der jeweiligen Autoren und nicht die der Herausgeber ab. Eine Weiterentwicklung des Inhalts sowie dessen finale Publikation sind ausdrücklich möglich.
Erscheinungsort: Ludwig-Maximilians-Universität München, München, 2022.